Anzeichen
Man unterscheidet zwischen sekundärem und primärem Bluthochdruck. Letzterer wird auch essenzieller Bluthochdruck genannt.
Die Ursachen für sekundären Bluthochdruck sind im Wesentlichen bekannt. Meist sind sie in einer Grunderkrankung eines inneren Organs oder einer Arterie zu suchen. Das können Erkrankungen an der Niere sein oder eine Aortenverengung. Auch hormonelle Störungen verursachen sekundären Bluthochdruck. 10-15% der Patienten mit Bluthochdruck leiden an einer Hypertonie mit organischer Ursache, die direkt und gesondert behandelt werden muss und in der Regel auch behandelbar ist.

Bei mehr als 80 % der Betroffenen sind die Ursachen für das Ansteigen des Blutdrucks nicht durch eine spezielle Erkrankung eines Organs oder eines Gefäßes erklärbar. Dieser sogenannte primäre Bluthochdruck gefährdet besonders Menschen über 50.
Hier spielen wahrscheinlich Alter und Geschlecht sowie Veranlagungen, körperliche Konstitution und Hormone eine Rolle, aber auch Risikofaktoren, auf die im nächsten Kapitel eingegangen wird.
Ob primär oder sekundär, beide Bluthochdrucktypen sind tückisch, weil sich viele Patienten über Jahre und Jahrzehnte wohlfühlen und keine Beschwerden spüren. Der unbemerkte ständig erhöhte Blutdruck kann jedoch schon schwere Schäden im Gefäßsystem verursacht haben. Die Anzeichen dafür machen sich meist erst sehr spät bemerkbar.
Viele Patienten leiden dann unter Luftnot bei körperlicher Anstrengung, spürbarem Herzklopfen, Schwindel, Ohrengeräuschen und Kopfschmerzen am Morgen nach dem Aufstehen sowie Nasenbluten.
Erhöhter Blutdruck muss unbedingt ärztlich behandelt werden, um Gefäß- und Organschäden zu vermeiden.
