Blutkreislauf
Den menschlichen Körper durchzieht ein weitverzweigtes, kilometerlanges Netz aus Blutgefäßen. In ihnen transportiert das Blut Sauerstoff aus den Lungen zu den Zellen und Kohlendioxid in entgegengesetzter Richtung.

Gleichzeitig werden Nährstoffe wie Fette, Zucker oder Eiweiße aus dem Verdauungstrakt in die Gewebe transportiert, um dort je nach Bedarf verbraucht, weiterverarbeitet oder gespeichert zu werden. Außerdem verteilt das Blut auch Botenstoffe wie zum Beispiel Hormone, Zellen der Körperabwehr und Teile des Gerinnungssystems innerhalb des Körpers. Somit sichert der Blutkreislauf das Überleben des Organismus.
In Bewegung gehalten wird dieser ständige Fluss von einer unermüdlichen Pumpe, dem Herzen. Dabei entsteht im Gefäßsystem ein Druck, der als Blutdruck bezeichnet wird. Er wird einerseits bestimmt durch die Pumparbeit des Herzmuskels, also wie schnell und mit welcher Kraft es schlägt, und andererseits durch den Zustand der Blutgefäße. Im gesunden Zustand fangen sie den Druck, mit dem das Blut aus dem Herzen schießt, ab und leiten ihn weiter. Gefäße, die durch Krankheiten oder altersbedingt geschwächt sind, können durch ihren Widerstand bleibend hohen Blutdruck verursachen.

Blutdruckschwankungen sind beim gesunden Menschen normal. Im Schlaf ist der Druck geringer als am Morgen oder bei körperlicher oder psychischer Anstrengung. Immer jedoch kehrt er zu Normalwerten zurück. Eine ernst zu nehmende Gefahr besteht, wenn der Blutdruck über längere Zeit andauernd erhöht ist.
